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Interview Sandro Zeller

„Diese Saison hatten wir ein gutes Fahrerfeld“, sagt REMUS Formel Pokal Champion Sandro Zeller (Jo Zeller Racing), der uns im Dezember Rede und Antwort im Interview stand.

Sandro, wie würdest Du die Saison 2018 aus Deiner Sicht einschätzen?

Ich denke es war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir hatten überhaupt keine technischen Probleme und keinen Ausfall während der ganzen Saison. Nur in Monza hatten wir Meinungsverschiedenheiten mit dem Rennleiter, was eigentlich nicht sein musste, wenn man den Vorfall in der letzten Runde des ersten Rennens von aussen beurteilt.FCS 0949

Du bist wie 2017 im Dallara 306 VW gefahren. War diese Entscheidung richtig, obwohl Du auch mit Mercedes-Motor starten könntest?

Ob VW oder Mercedes Motor, ich denke man kann mit beiden Motoren schnell sein. Beide Motoren sind auf dem Stand FIA von dem 2013 Reglement und dazu sind sie verplombt, damals wie heute war die Chancengleichheit schon fast gleich, der eine Motor hat seine Vorteile und der andere Motor hat seine Vorteile. (sehr ausgeglichen) Wie man sehen kann, ist es möglich mit beiden Motorentypen die Meisterschaft zu gewinnen.

Wie schätzt Du das Niveau im REMUS Formel Pokal diese Saison ein?

Diese Saison hatten wir ein gutes Fahrerfeld, zudem hatten wir ja bei fast jedem Rennen Zuwachs von der Italienischen F2000 Trophy oder der FIA CEZ erhielten. Wir hatten gute Kämpfe, ob an der Spitze oder auch im Mittelfeld.

Die jungen Piloten im REMUS Formel Pokal wie Andrea Cola versuchen zu Dir aufzuschließen. Spornt Dich das noch mehr an?

Find ich gut dass wir jungen Zuwachs bekommen. Schauen wir was die Zukunft bringt.

Was hast Du gedacht, als Vaclav Safar beim Finale in Brno in beiden Qualifying’s vor Dir war?

Er fuhr eine gute Zeit, aber das Rennen dauert 25 Minuten und 25 Minuten ist eine lange Zeit. Ich konnte mich im Rennen noch steigern, hauptsächlich im zweiten Rennen hatte ich Ihn besser im Griff.

Nenne bitte mal vier Stichworte, die Dich als Rennfahrer umschreiben.

Ehrgeizig, akribisch, zielstrebig, kollegial

Gibt es für Dich weitere Sportarten, die Du gern machen würdest, vielleicht auch mit dem dementsprechenden Erfolg.

Im Winter gehe ich gerne Skifahren oder im Sommer spiele ich Fussball. Das sind kleine Hobbys, die aber auch klein bleiben sollten. Für mehr fehlt mir einfach die Zeit.

Hast Du ein Vorbild im Motorsport.

Michael Schumacher und Ayrton Senna

Wie wichtig ist für Dich im Motorsport Deine Familie, insbesondere Dein Vater?

Es ist sehr wichtig für mich, dass mich meine Eltern unterstützen, sonst könnte ich das Ganze auch nicht machen. Ja klar mein Vater gehört dazu, er ist der Team Chef und für die Organisation zuständig. Er ist bei jeden Rennen dabei und betreut alle Teamfahrer bei Abstimmungsfragen und Engpässen. Wir sind wie ein kleines Familien – Unternehmen, jeder hat seine Aufgabe, die er bestmöglich ausführt.

Wie schätzt Du die Entwicklung in der Formel 3 ein, wo auf dem internationalen Parkett die Kosten jedes Jahr nach oben schrauben?

Ich finde es schade, dass sie den Namen „Formel 3“ jetzt im Rahmen der Formeln 1 nutzen und dort auf Autos mit Turbo Motoren setzen. Für mich sind das keine Formel 3 mehr, da hätte man den Namen auch bei GP 3 lassen können. Aber ich denke da kann man eh nichts machen, die FIA entscheidet das, damit sind auch viele andere Interessierte nicht einverstanden. Wenn die FIA das so will, wird es so gemacht, ob es dann besser oder schlechter ist, bleibt dahingestellt.Dafür heisst die neue Serie, (angeblich Formel3 Regional), nur noch Formel Regional Europa.

Vielen Dank für das Interview, welches Rolf Schindler führte.

RS.26.12.2018
Presse REMUS Formel Pokal

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